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Pressemitteilung Berlin

Damit Fußball-Fieber nicht in Sucht endet – Caritas fordert strenge Regeln für Sportwetten

Caritas warnt vor wachsendem Risiko für Sucht und Überschuldung von Jugendlichen bei Sportwetten.

Erschienen am:

29.05.2026

Herausgeber:
Deutscher Caritasverband e. V.
Pressestelle
Reinhardtstraße 13
10117 Berlin
+49 30 284447-42
+49 30 284447-42
pressestelle@(BITTE ENTFERNEN)caritas.de
http://www.caritas.de/presse
  • Beschreibung
Beschreibung

Vor Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 fordert der Deutsche Caritasverband (DCV) gemeinsam mit der Caritas Suchthilfe (BAG CaSu) strengere Jugendschutz- und Alterskontrollen für Sportwetten und ein umfassendes Werbeverbot. Sportwetten werden immer häufiger auf Social-Media-Plattformen beworben, die gezielt an junge Menschen ausgespielt werden. Verschiedene Studien zu Geldspielwerbung sowie Stellungnahmen deutscher Fachstellen zeigen, wie schnell jungen Menschen problematisches Spielverhalten droht, Sucht und Überschuldung sind typische Folgen.

Wie ein Trojanisches Pferd komme, Werbung für Sportwetten über soziale Medien daher: gut getarnt als Sportinhalt, kaum als kommerzielle Botschaft erkennbar. So vermittele sie den Eindruck, Sport und Sportwetten seien eins. Gerade junge Nutzerinnen und Nutzer merkten oft nicht, dass sie gezielt zu einem Glücksspiel angesprochen werden, betont der Caritas-Verband.

Bereits während der Fußball-Europameisterschaft 2024 habe es eine massive Bewerbung von Sportwetten im direkten Umfeld der Spiele gegeben, heißt es in einem von DCV und BAG CaSU veröffentlichten Positionspapier unter Verweis auf Untersuchungen der Universität Hohenheim. Beiträge zu Spielergebnissen, Spielterminen oder Mannschaften würden genutzt, um indirekt für Wettangebote zu werben, oft ohne klare Kennzeichnung und mit deutlich weniger Hinweisen auf Risiken oder Altersbeschränkungen. Neben dieser subtilen Ansprache habe auch die klassische Werbung rund um Sportübertragungen deutlich zugenommen, etwa durch Werbespots oder Bandenwerbung.

Für die Weltmeisterschaft 2026 sei wieder mit einem hohen Aufkommen zu rechnen und der Werbedruck werde voraussichtlich in Zukunft sogar weiter steigen. Umso wichtiger sei daher der Ausbau von Präventionsangeboten und ihre verpflichtende Integration in die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern: "Besonders junge, sportaffine Menschen sind gefährdet, riskante Wetten einzugehen. Viele glauben, ihr Fachwissen über Sport verschaffe ihnen einen Vorteil und ermögliche schnelle Gewinne. Frühzeitige Aufklärung in ihrem Umfeld kann sie schützen", sagt Thomas Abel, Leiter der BAG CaSu Arbeitsgruppe Glücksspielsucht.

Der Deutsche Caritasverband und die Caritas Suchthilfe verweisen darauf, dass das Interesse an Sport ein Raum für Gemeinschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt bleiben muss.

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Regina Freisberg, Vorsitzende der Hessen-Caritas

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Pfarrer Prof. Dr. Tonke Dennebaum, Leiter Kommissariat der Bischöfe im Lande Hessen

Offen sein für andere – Geschlossene Türen öffnen - Caritas und Kirche können aus dem Evangelium heraus einen großen Beitrag leisten, die Menschen zusammen zu bringen.

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Stimmen aus der Politik

Die Staatssekretärinnen Katrin Hechler und Dr. Sonja Optendrenk sowie Prof. Dr. Roman Poseck, Minister des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz halten die Türen offen für echte Begegnungen, ein gutes Miteinander, Zusammenhalt und Vielfalt zum Erhalt und Ausbau des sozialen Netzwerkes für alle Menschen in Hessen.

  • Ansprechperson
Stoiser, Anja
Anja Stoiser
Stellvertretende Pressesprecherin
+49 30 284447-44
+49 30 284447-44
Anja.Stoiser@(BITTE ENTFERNEN)caritas.de

Weitere Informationen zum Thema

Downloads

PDF | 152 KB

Positionspapier zur Sportwettenwerbung im Umfeld von Sportgroßveranstaltungen

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