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Pressemitteilung

Existenz katholischer Krankenhäuser bedroht

Die Arbeitsgemeinschaften katholischer Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz und im Saarland warnen vor gravierenden Folgen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Nach ihrer Einschätzung drohen erhebliche Belastungen für Kliniken in beiden Bundesländern.

Erschienen am:

06.05.2026

Herausgeber:
Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser Rheinland-Pfalz und Saarland
Geschäftsstelle
Dietrichstraße 30a
54290 Trier
  • Beschreibung
Beschreibung

"Den finanziell ohnehin schon belasteten Krankenhäusern zieht das Sparpaket den Boden unter den Füßen weg", sagte der Vorsitzende, Domkapitular Benedikt Welter am Mittwoch. "Leidtragende werden die Patient*innen sein."

Das in der vergangenen Woche vom Bundeskabinett beschlossene Spargesetz entzieht den Krankenhäusern in den kommenden Jahren ihre Existenzgrundlage, müssen sie doch den Großteil der Lasten schultern. Nach Berechnungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft drohen den Krankenhäusern bereits im kommenden Jahr Einnahmeverluste in Höhe von rund 4,6 Mrd. Euro. Bis 2030 wird die Hälfte der bundesdeutschen Krankenhäuser insolvenzgefährdet sein.

In Rheinland-Pfalz und im Saarland sind die Auswirkungen des GKV-Sparpakets besonders gravierend, da nahezu die Hälfte der Krankenhäuser in freigemeinnütziger Trägerschaft ist. "Während bei kommunalen Kliniken die Kommunen einspringen und Defizite mit Steuermitteln ausgleichen können, geht den freigemeinnützigen Krankenhäusern zunehmend die Luft aus", erläutert Andrea Puritz, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Krankenhäuser Rheinland-Pfalz.

Thomas Jungen, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser Saarland, ergänzt: "Um Krankenhausinsolvenzen zu verhindern und die Versorgung sicherstellen zu können, werden die Kommunen und Länder in den nächsten Jahren mit Milliarden Euro einspringen müssen. Den Betrag, den die GKV in der Krankenhausversorgung einsparen soll, wird der Steuerzahler doppelt drauflegen müssen."

Die Arbeitsgemeinschaften fordern von der Bundesregierung eine Kurskorrektur. "Statt kurzfristige Sparmaßnahmen schönzurechnen, braucht es entschlossene Strukturreformen und einen Abbau von bürokratischen Vorgaben", sagte Welter. "Konkrete Sparvorschläge aus der Praxis liegen längst vor. Wir sind bereit, uns konstruktiv an einer Verbesserung der finanziellen Lage der GKV und an einer qualitativen Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems zu beteiligen. Aber dieses Sparvorhaben gefährdet die Krankenhausversorgung hier vor Ort und wird zum Wasser auf den Mühlen der undemokratischen Kräfte in unserem Land." 

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Regina Freisberg, Vorsitzende der Hessen-Caritas

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Pfarrer Prof. Dr. Tonke Dennebaum, Leiter Kommissariat der Bischöfe im Lande Hessen

Offen sein für andere – Geschlossene Türen öffnen - Caritas und Kirche können aus dem Evangelium heraus einen großen Beitrag leisten, die Menschen zusammen zu bringen.

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Stimmen aus der Politik

Die Staatssekretärinnen Katrin Hechler und Dr. Sonja Optendrenk sowie Prof. Dr. Roman Poseck, Minister des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz halten die Türen offen für echte Begegnungen, ein gutes Miteinander, Zusammenhalt und Vielfalt zum Erhalt und Ausbau des sozialen Netzwerkes für alle Menschen in Hessen.

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PM GKV-Sparpaket gefährdet Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz und im Saarland

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