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Pressemitteilung Berlin

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe: Caritas fordert Bevölkerungsschutz gemeinsam zu denken

Die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe 2021 zeigen, dass Deutschland Katastrophenschutz neu denken muss. Neben Einsatzkräften, Technik und Infrastruktur müssen auch Wohlfahrtsverbände als fester Bestandteil der nationalen Sicherheits- und Resilienz-Architektur einbezogen werden.

Erschienen am:

10.07.2026

Herausgeber:
Deutscher Caritasverband e. V.
Pressestelle
Reinhardtstraße 13
10117 Berlin
+49 30 284447-42
+49 30 284447-42
pressestelle@(BITTE ENTFERNEN)caritas.de
http://www.caritas.de/presse
  • Beschreibung
Beschreibung

Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 in Westdeutschland unterstützt die Caritas weiterhin Menschen beim Wiederaufbau ihres Alltags - mit psychosozialer Beratung, Traumabegleitung, Nachbarschaftsprojekten, Unterstützung bei staatlichen Wiederaufbauanträgen und individueller Hilfe in den oft langanhaltenden Belastungssituationen.

"Die Flutkatastrophe 2021 hat uns auf dramatische Weise gezeigt, dass Katastrophenhilfe nicht endet, wenn das Wasser verschwindet. Für viele Menschen beginnt die eigentliche Krise erst danach. Existenzängste, traumatische Erfahrungen, bürokratische Hürden und der Verlust sozialer Sicherheit begleiten Betroffene oft über Jahre hinweg", sagt Oliver Müller, Vorstand für Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes.

Gleichzeitig mahnt die Flutkatastrophe an, den sozial gerechten Klimaschutz als langfristige Krisenprävention entschieden voranzutreiben. Aus Sicht der Caritas braucht es entschlossene Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung, um zu verhindern, dass Extremwetterereignisse künftig noch häufiger und schwerwiegender auftreten. "Hand in Hand können Katastrophen- und Klimaschutz zu einer krisen- und klimaresilienten Gesellschaft beitragen und vulnerable Gruppen wirksam schützen", so Oliver Müller.

Über ihr Hilfswerk Caritas international konnte die Caritas gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Katastrophenhilfe umfangreiche Spendengelder mit einem Gesamtvolumen von fast 45 Millionen Euro mobilisieren. Bis Jahresende werden knapp 40 Millionen Euro für direkte finanzielle für Soforthilfen, Wiederbeschaffung zerstörter Möbel und den Wiederaufbau privaten Wohnraums sowie die erforderliche Beratung und Begleitung der Betroffenen eingesetzt worden sein.

Insgesamt wurden bisher 14.851 Haushalte unterstützt und über 29.000 Menschen durch begleitende Hilfsangebote erreicht. Der Wiederaufbau ist vielerorts immer noch nicht abgeschlossen und so gehen vereinzelt immer noch Unterstützungsanträge ein. Die restlichen Spendenmittel werden bis Ende 2027 gezielt für Projekte zur Vorsorge und bessere Vorbereitung auf eventuelle zukünftige Katastrophen und Krisen genutzt, die insbesondere für sozial benachteiligte Gruppen, Pflegebedürftige, Senorinnen, Menschen mit Behinderungen oder Migrationshintergrund ein besonders hohes Risiko darstellen.

Die Caritas hat in den Flutgebieten seit 2021 und in weiteren Krisen, beispielsweise beim Stromausfall in Berlin im Januar 2026 gezeigt, warum Wohlfahrtsverbände neben Hilfsorganisationen unverzichtbare Partner im nachhaltigen Krisenmanagement sind. "Die zentrale Lehre aus der Flutkatastrophe muss doch lauten: Ohne Organisationen, die Menschen nach der akuten Krise weiter begleiten, bleibt Katastrophenhilfe unvollständig. Wohlfahrtsverbände wie die Caritas sind deshalb längst ein unverzichtbarer Teil der Sicherheitsarchitektur einer resilienten Gesellschaft. Menschen brauchen Orientierung, psychosoziale Stabilisierung, soziale Netzwerke und langfristige Begleitung. Genau hier beginnt die Arbeit der Caritas - und genau dieser Bereich wird in der politischen Debatte über Bevölkerungsschutz bis heute massiv unterschätzt", so Müller.

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Regina Freisberg, Vorsitzende der Hessen-Caritas

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Pfarrer Prof. Dr. Tonke Dennebaum, Leiter Kommissariat der Bischöfe im Lande Hessen

Offen sein für andere – Geschlossene Türen öffnen - Caritas und Kirche können aus dem Evangelium heraus einen großen Beitrag leisten, die Menschen zusammen zu bringen.

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Die Staatssekretärinnen Katrin Hechler und Dr. Sonja Optendrenk sowie Prof. Dr. Roman Poseck, Minister des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz halten die Türen offen für echte Begegnungen, ein gutes Miteinander, Zusammenhalt und Vielfalt zum Erhalt und Ausbau des sozialen Netzwerkes für alle Menschen in Hessen.

  • Ansprechperson
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Mechthild Greten
Pressereferentin
+49 30 284447-385
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mechthild.greten@(BITTE ENTFERNEN)caritas.de
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