Fulda. Fast schon traditionell gibt es zum Abschluss des Caritas-HOTRooms an Gründonnerstag Grüne Soße mit Kartoffeln. Auch in diesem Jahr ist das Winter-Unterstützungsangebot 2025/26 für wohnungslose und bedürftige Menschen damit beendet worden. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer erhielten an diesem Tag Unterstützung vom Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber, Generalvikar Dr. Martin Stanke und Fuldas Bürgermeister Dag Wehner.
Zehn Ehrenamtliche haben im Wechsel mit Helferinnen und Helfern aus dem tagesstrukturierenden Angebot für Menschen mit seelischen Einschränkungen der Caritas seit Anfang Dezember 2025 wöchentlich die Essensausgabe im HOTRoom in der Kanalstraße 1a in Fulda übernommen. Rund 50 Portionen der wechselnden Pasta-Gerichte wurden jeden Donnerstag von Carisma, einer Caritas-Werkstatt für psychisch erkrankte Menschen, geliefert. Nun, im Frühling, ist eine Kältehilfe nicht mehr nötig; den betroffenen Menschen stehen im Sommerhalbjahr andere Anlaufstellen zur Verfügung.
"Der HOTRoom zeigt sehr eindrucksvoll, wie unser Jahresmotto ‚Zusammen geht was‘ in der Caritas gelebt wird: Hier arbeiten verschiedene Einrichtungen und Dienste sowie freiwillig Engagierte gemeinsam an einem Projekt, um anderen zu helfen. Das ist gelebte Nächstenliebe, ganz im Sinne der Caritas", sagte Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch und dankte den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Neben der Möglichkeit, sich bei einer warmen Mahlzeit und heißen Getränken aufzuwärmen, standen vor allem die Gespräche im Mittelpunkt des Angebots. "Gerade in der kalten Jahreszeit verstärkt sich bei vielen Menschen das Gefühl von Einsamkeit. Dem wollen wir mit unserem Angebot entgegenwirken", betonte Caritas-Finanzvorstand Ansgar Erb.
Zum Saisonabschluss des HOTRooms zeigte sich Bischof Dr. Gerber erfreut darüber, dass die Caritas den Winter über diese Hilfe hatte kontinuierlich bereitstellen können. "Dieses Angebot zeigt, dass Caritas und Kirche fest an der Seite derer stehen, die im Leben vor vielen Herausforderungen stehen", so Dr. Gerber.
Bürgermeister Wehner betonte, dass ohne das Engagement Freiwilliger in der Gesellschaft solche Projekte nicht möglich wären und überreichte im Namen der Stadt einen Zuschuss für den HOTRoom.
Als weiterführendes Angebot plant der Regionalcaritasverband, ab dem 7. Mai 2026, 12 Uhr, wöchentlich jeweils donnerstags den "Pasta-Day" in der Wohnungslosenhilfe Haus Jakobsbrunnen in der Kronhofstraße 1 in Fulda wieder aufleben zu lassen. Dies wird durch eine größere Spende ermöglicht. Außerdem bietet die Caritas im Bistum Fulda erneut die Aktion HOTPacks an, bei der Schulanfänger und Fünftklässler mit neuen Schulranzen und -rucksäcken ausgestattet werden. "Wir reagieren damit auf aktuelle Bedarfe unserer Klientel. Im Winter braucht es häufig die Möglichkeit zum Aufwärmen, nun unterstützen wir Kinder und Jugendliche beim Start in einen neuen Lebensabschnitt", sagt Susanne Saradj, Geschäftsführerin des Regionalcaritasverbandes Fulda-Geisa.
Zum Saisonabschluss des HOTRooms gab es Besuch aus Kirche und Politik (von links): Ansgar Erb, Bürgermeister Dag Wehner, Susanne Saradj, Ann-Katrin Jehn, Kristina Trupp, Bischof Dr. Michael Gerber, Dr. Markus Juch, Janina Wübbelsmann.Luca Karsai/Bistum Fulda